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Und weg ist er

13. Juli 2013

Oh … schon wieder August.

Im Entwurf dieses Beitrags, hatte ich so angefangen:

Wir dürften gestern gleich als erste in den OP. Finden wir immer ganz gut, da der Junior dann von der Nacht nüchtern ist und nicht all zu lang warten muss. Je später am Tag um so mehr Unvorhergesehenes summiert sich auf die Startzeit auf.

Einem Dreikäsehoch von 2,5 Jahren zu verklickern, dass er jetzt nichts essen und trinken darf, ist immer recht anstrengend – zumal er das natürlich noch gar nicht nachvollziehen kann.

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Jetzt, ist fast 3 Wochen nach diesen Zeilen.

Was soll ich sagen, es fühlt sich gerade wirklich toll an. Der Kleine darf nach all der langen Zeit endlich wieder richtig duschen. Im Garten haben wir ein kleines Kinderplantschbecken aufgestellt und er verbringt den halben Tag damit, sich irgendwie nass, dreckig, nass+dreckig, richtig nass, richtig dreckig und .. ach ja .. NASS zu sein.

Er hat endlich Schrammen an den Knien, an den Füßen, an den Händen, am Kinn und natürlich blaue Flecke *G*. Ein richtiger 2,5 Jähriger halt.

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Trotzdem merkt man natürlich, dass in den verborgenen Ecken noch etwas Dunkles sitzt. Seit heute bekommt er wieder Kortison, das letzte mal vor dem Versuch, ohne auszukommen. Ende August ist der nächste Termin beim Neurologen, um zu besprechen, wie es weiter geht.

Wegen des Tumors geht dann langsam die Routinekontrolle los, d.h. Sonographie, MRT und Blutwerte stehen an. Alles kleine Fürchtedinge, die den Alltag irgendwie latent mitbestimmen. Dieses Gefühl der Unsicherheit ist immer da, bei der Holden etwas offener als beim alten Mann, aber auch der kann sich nicht wirklich davor verschließen, dass da immer etwas Angespanntes dabei ist.

Wir hoffen hier ein bisschen auf die Psychologen in Sylt, denn: Wir haben die Finanzierungszusage der Krankenkasse bekommen, dass wir alle drei zur Familienkur dürfen. Die Holde hat sich von den 4 angebotenen Kliniken Sylt rausgesucht. Von dort fehlt uns jetzt nur noch ein konkreter Termin – wenn es bei dem zuerst angedachten bleibt, werden wir von Mitte Oktober bis Mitte November die Nordsee genießen und hoffentlich ein bisschen was von der angeknacksten Seele reparieren können.

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7 Kommentare
  1. Grossartig!!! Ich freue mich sehr für euch, auch wenn der Zweifel immer sachte um die Ecke schielt. Drücke feste die Daumen, dass es immer weiter bergauf geht!

  2. hajo permalink

    ich freu‘ mich für und bange ebenfalls mit Euch, da ich jedoch ein hoffnungsloser Optimist bin (auch nachdem ich schon einige Male heftig „auf die Schnauze“ gefallen bin), will ich einfach an einen guten Ausgang glauben.
    Herzliche Grüße und schon jetzt gute Erholung Euch Dreien
    Hajo

    • rotezora. permalink

      Schönes Paradoxon, der hoffnungslose Optimist! Ich schließe mich den guten Wünschen an.

  3. Ich wünsche Euch viel, viel Sonnenschein und noch mehr Erholung auf Sylt und freue mich für Euch, dass es Junior im Moment besser geht!!

    Liebe Grüße

    Julika

  4. Wie schön! Hatte beim Lesen Tränen in den Augen!

  5. Blogolade permalink

    Wie man sich doch über angeschlagene Knie und Matsch freuen kann, nicht wahr? 🙂 Ich wünsche euch, dass es mit Sylt klappt und ihr da Abstand von dem ganzen Abenteuer gewinnen könnt.

  6. Schnettel permalink

    Das sind ja mal schöne Infos. Alles Gute für euch drei!!!

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